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Lesermeinungen: Mall oder nicht?

Kaiserslautern Mall oder nicht Mall? - Eine Diskussion, die die Lauterer bewegt. Es geht um die Pläne des Hamburger Investors ECE, auf dem Platz Altes Pfalztheater bis hin zum derzeit leer stehenden Karstadt eine Mall, ein innerstädtisches Einkaufszentrum, zu errichten. Die Idee löst eine kontroverse Diskussion aus. Das "Wochenblatt Kaiserslautern" hat entsprechend in einer der vergangenen Ausgaben seine Leser dazu aufgerufen, ihre Meinung zum Mall-Thema Kund zu tun. Das Stimmungsbild dabei ist so vielschichtig wie die Diskussion selbst. Tendenziell haben sich jedoch eher Befürworter der Mall auf die Umfrage geäußert.

Meinungen unserer Leser:

Sehr geehrter Oberbürgermeister, sehr geehrte Kaiserslauterer,

Seit 110 Jahren ist Betten…ZIEGLER aktiver Bestandteil der Innenstadt und des Geschäftslebens. Wir sind daher an einer attraktiven Innenstadt interessiert. Dieses Interesse gilt aber vor allem der langfristigen Entwicklung.
Wir stehen einer spannenden Citymall positiv gegenüber, da für uns Magnete in der Innenstadt wertvoller sind als am Stadtrand. Nur bei Citymagneten haben die anderen Geschäfte die Chance von einer Agglomeration zu profitieren.
Um uns ein besseres Bild von der Vorgehensweise und Konzeption der ECE-Malls machen zu können, haben wir Anfang Juni die gelobte und aktuelle Mall in Neunkirchen, das Saarparkcenter besucht.
Positiv fiel direkt das unkomplizierte Parken und die kurzen Wege in die Einkaufsebenen auf. Dann jedoch die Ernüchterung: Nicht die erwarteten noch nie zuvor gesehenen, tollen Geschäfte sind dort angesiedelt, sondern all jene Geschäfte, die wir bereits aus der umfangreichen Kaiserslauterer Fußgängerzone kennen. Mit jedem weiteren Schritt durch das Saarparkcenter verdichtete sich die Erkenntnis, dass es in dieser 28.000 Quadratmeter ECE Mall für den an Vielfalt gewöhnten Kaiserslauterer Besucher nichts wirklich Neues zu entdecken gibt.

Zurück in Kaiserslautern haben wir recherchiert, welche der überregionalen Mietpartner von ECE bereits in Kaiserslautern vertreten sind. Bei den deutschlandweit agierenden Filialisten kann man fast von einer Vollabdeckung in der Fußgängerzone sprechen. Lässt man den ECE Bereich Gastronomie außen vor, sind die bedeutenden, großen und attraktiven Mieter der ECE-Zentren bereits zur Gänze in unserer Fußgängerzone eingemietet.


Kaiserslautern hat einen sehr hohen Zentralitätsgrad in der Westpfalz. Insgesamt sind es aber weniger als 300.000 Menschen, die in der Region leben. Gemessen daran hat Kaiserslautern mit Gewerbegebieten bereits jetzt um den Faktor 3 zu viel Verkaufsfläche.
Neue ECE Zentren in Städten ohne Oberzentrumsfunktion und mit einem daher schlechten Zentralitätsgrad erhöhen die Kaufkraftbindung. Beispiele: Neunkirchen, Ludwigshafen, Leonberg. Bei diesen Städten wurde die eher schwache Fußgängerzone ohne große Verluste geopfert.
In Neunkirchen rechnet ECE interessanterweise mit mehr als einer Million Menschen.
ECE Malls in großen Städten, wie z.B. Karlsruhe verfügen über einen hohen Zentralitätsgrad und realistisch mehr als einer Million Menschen im Einzugsgebiet. Hier ist die Umsatzpotential stark genug für mehrere Filialen am gleichen Standort. In Kaiserslautern rechnerisch auf keine Fall.
ECE Malls sind auch nicht einzigartig. Aus der Region Neunkirchen mit dem Saarparkcenter, sozusagen dem ganzen Saarland, aus Ludwigshafen mit dem Rathauscenter und der Vorderpfalz oder aus Karlsruhe mit dem Ettlinger Tor ließe sich kein einziger Kunde in eine ECE-Mall nach Kaiserslautern locken - wozu auch.


Welche Konsequenzen würden sich aus einer ECE Ansiedlung für die nächsten 10 bis 20 Jahre ergeben:
-Niemand kann eine langfristige, wirkliche Steigerung der Attraktivität unserer Stadtmitte erwarten, da fast alle, wirklich attraktiven Geschäfte bereits in der Kaiserslauterer Fußgängerzone vertreten sind.
-Um eine zusätzliche 28.000 Quadratmeter Mall zu füllen und mit Magneten zu versehen, müsste ECE alles daran setzen die überregionalen Partner aus der Fußgängerzone zu locken. Das könnte bis zur Mietübernahme der Restmietlaufzeit gehen.
Große, und für ECE wichtige Partner sind z.B.: C&A, H&M, P&C, S´Oliver sowie unzählige Kleinere. Die überregional erfolgreichen Premiumpartner von ECE müssen in einer ECE Mall vertreten sein. Diese Vorgehensweise ist übrigens nicht unüblich oder gar verwerflich, sondern folgt lediglich freien marktwirtschaftlichen Interessen. -Die Kundenströme würden sich verlagern.
-Die frei werdenden Ladenlokale in unserer Kaiserslauterer Fußgängerzone würden sich nur mit der „zweiten Garnitur“ der Filialisten füllen lassen. -Der Anteil der weniger angesehenen „Ein Euro“ und „Reste“ Läden würde zunehmen.
-Es würde mittelfristig eine Verödung der Ladenzeilen erfolgen, da das Fluktuationstempo unweigerlich zunimmt und sich viele frei gewordenen Ladenflächen gar nicht mehr vermieten lassen.
-Der Leerstand würde deutlich ansteigen. Zur Erinnerung z.Z. Vollvermietung.
-kleinere Einzelunternehmungen, also jene inhabergeführten Geschäfte für die Kaiserslautern auch gelobt wird, sind häufig Mieter im eigenen Gebäude. Sie haben daher keine realistische Chance den sich verlagernden Kundenströmen nachzuziehen.
-Die Kaiserslauterer Bürger, die zur Zeit noch über gute Mieteinnahmen verfügen, müssten durch den wiederholtem bzw. andauerndem Leerstand mit dem Entfall Ihrer Haupteinnahmequelle rechnen.
Nicht nur dass dadurch der Region Kaufkraft fehlen würde, auch das zur Instandhaltung der Innenstadtimmobilien notwendige Kapital würde fehlen. -Auch die durchschnittliche Kaufkraft der Kaiserslauterer Bürger würde abnehmen, da die Erträge von ECE, sowie der Filialisten an deren Aktionäre oder Gesellschafter im In- und Ausland abfließen.
-In Konsequenz daraus würde die Kaiserslauterer Fußgängerzone langfristig Ihr Bild negativ verändern. Leerstände, schlechterer Erhaltungszustand der Immobilien und weniger Publikumsverkehr in den Straßen. Sie würde austauschbarer werden, da die in den Malls eingemieteten Filialisten deutschlandweit die Gleichen sind.
-Die Einflussnahmemöglichkeiten der Stadtverwaltung auf das kommerzielle Zentrum unserer Stadt würde abnehmen, da ECE auf seiner Fläche die Entscheidungsvollmacht hätte.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine ECE-Mall im speziellen Fall von Kaiserslautern langfristig große Nachteile bringt. Jedem, der noch nicht die Gelegenheit dazu hatte, kann nur geraten werden, das Saarparkcenter in Neunkirchen zu besuchen. Tolles Parken, viele schöne bekannte Geschäfte, aber vor dem Center die Ernüchterung einer trostlosen Stadtmitte. Das kann nicht unser Wunsch für das Kaiserslautern der Zukunft sein.


Wenn wir die Attraktivität unserer Stadtmitte nachhaltig erhöhen möchten, bieten sich andere interessante Möglichkeiten:
-Parken: Fragt man die Bevölkerung im Landkreis nach der Kaiserslauterer Stadtmitte, wird häufig das teure Parken als Hemmnis genannt. Hier würde sich die hervorragende Möglichkeit bieten, die Immobile am Fackelrondel zum Parkhaus umzunutzen und die ersten 3 Stunden Parken kostenlos anzubieten. Wir als Betten-Ziegler würden die entstehenden Kosten anteilig tragen.
-Verkehrsführung: Den Verkehr der König, und Richard-Wagner-Straße über den Karstadtvorplatz verlegen in die Max und Burgstraße nördlich der Fruchthalle. Die Fruchthallstraße nicht sperren, sondern in Art einer verkehrsberuhigten Zone mit viel Grün umgestalten. Dabei auch zahlreiche Kurzzeitparkmöglichkeiten schaffen. Das Auto ist in der Freizeit das Hauptverkehrsmittel der Region; nur Plätze mit angemessenen Parkmöglichkeiten werden frequentiert. Negativbeispiel: Stiftsplatz. Aus historischen Gründen sollte der Fackelbrunnen auch wieder auf das aufgefüllte Fackelrondell.
-Zuletzt wäre noch eine seit vielen Jahrzehnten häufig begeistert besprochenes Projekt: Die Überdachung der Fußgängerzone. Kerststraße, Riesenstraße, Marktstraße und Fackelstraße. Nicht bis an die Fassaden reichend, sondern mit ca. 6-7m Breite als leichte Konstruktion in Art einer Arkade. Auch hier würden wir die, für uns entstehenden Kosten gerne übernehmen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus würden sich solche Projekte sehr attraktiv finanzieren lassen.

Stellen Sie sich die begeisterte Region, die Bevölkerung und auch die lokale und überregionale Presse vor, wenn Kaiserslautern Vorreiter wäre. Nicht nur kostenloses Parken, sondern sogar eine überdachte Fußgängerzone. Das würde für Stimmung sorgen, die Attraktivität der Fußgängerzone würde weit über die Region hinaus steigen. Das wäre Einzigartig.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Ideen namhafter Kaiserslauterer Bürger, die auch in Erwägung gezogen werden müssen. ECE ist wirklich nicht der einzige Weg.

Abschließend möchte ich nochmals betonen, dass wir ein großes Interesse an einer sich positiv entwickelnden Kaiserslauterer Stadtmitte haben. Wir sind seit 110 Jahren Teil davon und planen dies auch noch in 110 Jahren zu sein.
Wir hoffen daher, dass unser aller Kaiserslauterer Geschicke nicht den wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Hamburger Unternehmens untergeordnet, und davon bestimmt werden.
Sollte die Entscheidung pro ECE bereits gefallen sein, muss für die Genehmigung darauf bestanden werden, dass neue Anbieter und Branchen die Innenstadt wirklich noch attraktiver machen. Eine Umzugswelle muss, wie ich bereits dargelegt habe mit allen Mitteln vermieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Lübben Betten…ZIEGLER GmbH Kaiserslautern




Sehr geehrte Damen oder Herren,

ich habe den Artikel gelesen über die mögliche Entstehung einer Mall und bin endlos begeistert!
Die Stadt Kaiserslautern wird rundum erneuert an sämtlichen Orten und Stellen, Gebäude werden neu erbaut, alte werden renoviert usw.
Nur leider fehlt da etwas. Man betritt die Innenstadt, läuft ca. 5 minuten- und das wars.
Also nicht gerade viel zu sehen- und von den Geschäften mal ganz abgesehen. Was ist noch übrig? Außer ein paar Kleidergeschäfte, Läden in denen man für kleines Geld sämtlichen Schund kaufen kann.
Dann werden diese wieder geschlossen und wieder neu geöffnet- ein endloses Hin und Her über die sich die Bürger der Stadt immer wieder beschweren.
Ganz davon abgesehen, dass man in unseren kleinen Städtchen nicht wirklich viel Abwechslung hat, was das Essen angeht. Wer will schon ständig Fisch von der Nordsee, Brezeln, und Chinesisches Essen. Ein Restaurant in dem man auch ohne gut gefüllten Geldbeutel mal schnell etwas leckeres Verzehren kann gibt es nicht wirklich.
Die Argumente, dass eine negative Verlagerung der Publikumsströme und ein Ausbluten der Innenstadt bevorstehen könnten, finde ich als übertrieben und sehe dies etwas anders. Klar werden am Anfang die meisten sich in dieser Mall umsehen und einkaufen. Aber auch dies ist irgendwann nur ein Einkaufshaus und die Bürger "schlendern" doch gerne durch das "Städtchen" an frischer Luft. Es ist an der Zeit, ein großes Gebäude aufzustellen, in dem man auch alles bekommt (wie z.B Karstadt) ohne dann nach dem Stadtbummel verärgert in Bus oder Auto steigen muss und ins Gewerbegebiet fahren muss.
Jeder Bürger bevorzugt etwas anderes. Der eine fährt lieber in das nahegelegene Gewerbegebiet,- der andere bummelt lieber gemütlich durch die Stadt.
Was man auch bedenken muss, ist auf jeden Fall- es werden auch andere, aus nahegelegenen Städten zu Besuch kommen, d.h. mehr Besucher angezogen, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt.
Also die Stadt wird immer moderner und sollte somit auch anderen dies Zeigen, braucht aber dazu etwas dass auch die Bürger aus anderen Städten zu uns zieht.

Nun denke ich habe ich meine Meinung preisgegeben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Jessica Meyer




Überlegungen zur Mall

„Karstadt“-Standort Kaiserslautern aufgegeben: ein herber Schlag, als Oberzentrum ohne Kaufhaus da zu stehen. Nach Überlegung aber freut man sich, dass in der Mitte Kaiserslauterns eine städtebauliche Entwicklung möglich wird, die aufgrund der schwierigen Eigentumsverhältnisse bislang blockiert wurde. Ein langjähriges Ärgernis, das innerstädtische „Filetstück“ als ewig zwischengenutzte (Parkplatz)-Brache, scheint sich zu lösen.

Wo das eine fehlt, das innenstädtische Kaufhaus, gibt es auf der anderen Seite üppig viel: Kaiserslautern ist überdurchschnittlich mit Gewerbeflächen versorgt, die in gesichtslosen Gewerbebauten die Stadt umlagern. Kurzfristig lässt sich daran wohl nichts ändern, das geht nur mit ausdauernder gezielter Städtebaupolitik.

Aber eine Entscheidung bezüglich des städtischen Zentrums (das ist es ja, worüber wir reden) steht im Zusammenhang mit der langfristigen Zukunft der gesamten Stadt. Die Stadt befindet sich im Wandel vom produzierenden Standort zum Wissenschaftsstandort, ein Prozess, der vielleicht 20 Jahre dauern wird. Die industriellen Arbeitsplätze und Produktion sind jetzt schon im Begriff zu verschwinden: Das neue ökonomische Potential sind entweder High-Tech Dienstleistungen oder die High-Tech Industrie. Beide profitieren von der Uni und den Instituten der Stadt und sind relativ unabhängig von der exzentrischen Lage Kaiserslauterns in der Republik. Der Wandel sollte sich nicht nur auf die neue Arbeitswelt beschränken, sondern betrifft den ganzen Lebensraum: Wohnen, Freizeit, Kultur und auch Versorgung (Einkauf). Die Stadt muss sich als Ziel setzen, solch ein attraktives Umfeld zu kreieren, damit man hier gerne ist und gerne bleibt.
Das Oberzentrum Kaiserslautern hat hier eine große Chance, eine tatsächliche (neue) Adresse im Pfälzer Wald zu werden. Städtebauliche Eingriffe, wie sie sich jetzt bieten, sind die Chancen, die heutige Lage der Innenstadt zu ändern und zu verbessern. Andere Städte in Deutschland wie z.B. Ulm, ebenso enorm kriegsgezeichnet, haben bewiesen, dass durch den Bau dreier Gebäude (und deren städtebauliche Setzung) die Stadt eine glänzende Entwicklung angenommen hat. Und wieder, für solche Ergebnisse braucht man eine Städtebaupolitik mit Ausdauer und Überblick, keinen Schnellschluss. Die politischen Erfolge, die man über das Bauen feiert -schließlich werden ja Arbeitsplätze geschaffen und es fließen Gewerbesteuern- dürfen nicht in einer mangelnden Qualität enden. Bauen per se ist noch nicht gut für eine Stadt, renditeorientierte Projekte ruinieren und verhässlichen auch (schon) Kaiserslautern. Eine übergeordnete Planung muss sein.
Wir befürworten die Wandlung der Stadt. Die Neuordnung der Gewerbe- und Ladenflächen gehört dazu und sogar vielleicht auch die Mall. Aber, will man einen guten Beitrag für die Stadt, so sollte das neue Gebäude Bestandteil einer städtebaulichen Vision sein. Will man eine ansprechende Stadt, so wird es die Aufgabe der Stadt sein, diese einzufordern. Ob etwas geht oder nicht, kann die Stadt wesentlich beeinflussen. Sie ist nicht machtlos.

Einen „upgrade“-Gewerbebau oder eine renditeorientierte Architektur möchten wir nicht in der Innenstadt sehen. Qualität kostet Geld. Wenn ECE hier investieren sollte, sollte sie auch bereit sein, für das Bauen und für das Umfeld Geld auszugeben. Es reicht nicht aus, über Studien belegen zu lassen, dass die Kaufkraft der Stadt die Mall füllen wird. Bevor man uns die Frage stellt, Mall oder nicht, würden wir erst mal gerne wissen, wo die Reise hingeht.

Kerstin Molter und Mark Linnemann Molter-Linnemann Architekten BDA




Was wird aus dem alten Karstadtbereich

Ma(h)ll-Zeit,

prost Mahlzeit jetzt haben wir den Salat……(Mall) Schreibfehler? Oder geht’s einfach um ein neues ‚EINKAUFSZENTRUM’ , etwas gemeinverständlich ausgedrückt, können wir nicht endlich bei einer verständlichen deutschen Sprache bleiben?! Aber das ist ja hier nicht das eigentliche Problem.
Ich bin total ohne Verständnis für das was führende Entscheidungsträger in dieser Stadt wieder zerreden… aber auch jeder der irgendeine Stellung oder Funktion hat meint bremsen und seinen Senf dazu geben zu müssen.
WIR die Stadt das heißt WIR Bürger der Stadt und damit der gesamte Wirtschaftsteil benötigen wieder mehr positive Aktivität damit unsere Innenstadt wieder attraktiv wird.
Wir haben alleine in den letzten 12 Monaten leerstehende Räume (Verkaufsflächen) im Bereich –Eisenbahnstrasse – der gesamten Fußgängerzonen – Altstadt, Zahlen für die zwei Hände nicht ausreichen.
z.B. Verkaufsflächen an der Königstrasse / am alten Güterbahnhof / im sogenannten Gewerbegebiet West und nicht zuletzt im Pre Park waren ja auch nicht gerade förderlich für die Innenstadt… wurde jedoch alles genehmigt… aber jetzt wo durch die, meiner Meinung, willkürliche Unternehmensentscheidung unser einziges Warenhaus geschlossen wurde, die Innenstadt vor dem Todesstoss bewart werden muss, werden die Kleinkrämerseelen wach…
Wunderbar, wir haben einen neuen Investor der die Innenstadt beleben will und damit auch wieder Kunden, Besucher und Marktwerte für Lauterns Zukunft sichert, aber halt, der is ja nicht von HIER da müssen wir ja noch ein Wörtchen mitreden… .NUR REDET NICHT ZU LANGE SONST VERLIEREN INVESTOREN DAS INTERESSE…. wär ja nicht das erste Mal.
UNSERE STADT BRAUCHT DRINGENST KURZFRISTIG EINE ENTSCHEIDUNG FÜR DIE ZUKUNFT, denn kaputt ist sie schon jetzt, auch ohne Einkaufszentrum und lange Öffnungszeiten/Nachtevents/Sonntagsöffnungen alleine bringt’s nicht!!
Der Kunde braucht schnellstens wieder ein Ziel warum er in die Innenstadt kommen soll.

Bernd Barth




Mit Interesse und auch Staunen verfolge ich seit Wochen die Debatte um die geplante Mall in der Innenstadt. Ja was gibts denn da zu diskutieren? Müssen wir hier in Kaiserslautern immer so provinzlerisch denken? An einer Mall kommt man doch in Zukunft gar nicht vorbei - das ist die Zukunft - so wollen die Leute einkaufen. Warum fahren wir denn nach Mannheim ins Rhein-Neckar-Zentrum oder nach Neunkirchen ins Saar-Park-Center(?) - um mal nur die Malls in nächster Nähe zu nennen. Was haben wir denn noch für Geschäfte in der City? - Telefonläden an jeder Ecke, Billigmärkte mit Kleinkram und ein paar Boutiquen.
Eine Mall wäre eine absolute Bereicherung für die Stadt und würde auch Kunden aus dem Umland anziehen. Unsere Stadt hätte was zu bieten. Wir brauchen keine große Grünanlage im Zentrum (oder Centrum?) (Wie es da aussehen würde, kann man sich ja vorstellen). Da ist der Volkspark, der Stadtpark, die Gartenschau und der Japanische Garten, nicht zu vergessen Vogelwoog und Blechhammer und der Naturpark Pfälzer Wald. Also ein Aufenthalt im Grünen ist in und um Kaiserslautern ohne großen Aufwand möglich. Aber das Einkaufen macht keinen Spaß mehr. Ich hoffe sehr, dass die Mall kommt und freue mich schon darauf.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Kern




Hallo,

wir zählen uns zu der Mittelschicht und zu der Zielgruppe solcher Malls, d.h. wir gehen gerne Einkaufen und geben auch gerne mal etwas mehr dafür aus. Unser Einkaufsverhalten stellt sich zur Zeit so dar, dass wir einmal im Monat in das Outletcenter nach Zweibrücken fahren und gerne auch noch auf dem Rückweg über Neunkirchen das Saarparkcenter besuchen. Außerdem fahren wir auch noch regelmäßig nach Mannheim. In Kaiserslautern kaufen wir hauptsächlich die Sachen die wir täglich brauchen und spontan wenn uns etwas gefällt, dazu gehen wir hauptsächlich in kleinere Läden mit Beratung und persönliche Bedienung, Karstadt vermissen wir nicht wirklich. Dieses Einkaufverhalten teilen wir mit vielen unserer Bekannten.
Eine große Mall stehen wir sehr offen gegenüber da sich unser Einkaufsverhalten sicher dann durch die größere Auswahl und zentrale Lage ändern würde. Auch denken wir das sich durch die Ansiedlung einer Mall die Mieten in der Fußgängerzone wieder normalisieren würde und es weniger Filialisten „Ein-Euro-Läden“ geben wird, sodass die Einzelhändler mit kleinen Inhaber geführten Läden wieder eine Chance bekommen würden. Konkurrenz belebt das Geschäft es wird mehr Kreativität bei den Ladenausstattungen gefordert werden, um sich zu behaupten. Mit einer Mall soll ja zusätzliche Kaufkraft nach Kaiserslautern gebracht werden und das ist nur möglich wenn richtig „geklotzt“ wird und nicht gekleckert. Geht man heute in moderne Malls stellt man fest das diese sehr großzügig gestaltet sind mit viel Freiflächen auch die Shops selbst sind großzügiger angelegt die Waren werden eben moderner präsentiert deswegen benötigt man auch mehr Quadratmeter. Die Zeiten enger Gänge und muffiger Verkaufsräume sind eben vorbei. Malls sind „In“ modern und deswegen muss man mit der Zeit gehen wenn man sich als „Einkaufsstadt“ und Oberzentrum präsentieren will. Einen zweiten Stadtpark in die Kerninnenstadt zu verlegen halte ich für weniger gut. Es wurden ja bereits aufgrund finanzieller Schwierigkeiten beim jetzigen Stadtpark Kompromisse eingegangen, zudem besteht die Gefahr das sich dort dann wohl ein neuer Treffpunkt für ein anderes Klientel auftut das einige Geschäftsleute am liebsten gar nicht in der Innenstadt hätten. Es kann eigentlich nur noch besser werden mit einer Mall, denn so wie es jetzt ist wandert eher Kaufkraft ab als das neue hinzukommt.

Mit freundlichen Grüßen Alexander Scheu




Hallo liebe Wobla-Redaktion,

ich kann mich…. Wenn auch nur vage… erinnern, dass vor dem Bau des Karstadts damals eine ähnliche Diskussion innerhalb der Stadt KL die Runde zog. Letztendlich waren es wahrscheinlich die gleichen Leute welche nach Schließung Karstadts gesagt haben, dass nun ein großes Warenhaus in der Innenstadt fehlen würde. Eine Mall würde ich sehr gern in der Innenstadt entstehen sehen, da meiner Ansicht nach, nicht etwa Kunden aus den weiteren Geschäften gezogen werden, sondern vielmehr etliche Leute überhaupt erst wieder in die Innenstadt kommen.
Außerdem sei die Frage gestattet was denn sonst entstehen soll? Welche Alternativen gibt es? Was soll geschehen mit dem „alten“ Karstadtgebäude? Ein weiteres Bürogebäude? Nicht wirklich.

Mit freundlichen Grüßen Manuela Beysiegel




An die Redaktion des Wochenblatts

Für Kaiserslautern würde ich mir ein Kaufhaus wünschen, keine Mall. In Neunkirchen ist das Saar/Pfalz Center, in Viernheim das Rhein-Neckar Center und in Trier die Galerie. Alle drei Center sind nach dem gleichen Schema gestaltet. Es sind überwiegend Geschäfte die in vielen Städten auch in Kaiserslautern schon vorhanden sind. Ein Kaufhaus mit Gastronomie ähnlich wie Karstadt fehlt in der Stadt. In den Städten mit Mall ist auch immer noch ein Kaufhaus vorhanden. Als Tourist in einer Stadt schaue ich lieber nach Geschäften die es hier nicht gibt, aber nicht in so eine null 8-15 Mall die ja im Umkreis schon vertreten ist. Den alten Theaterplatz könnte man aber umgestalten, aber bitte nicht auf Kosten unseres schönen Wochenmarktes. (den gibt es nicht überall).

Mit freundlichen Grüßen Hannelore Paller




In schwierigen Zeiten wie diesen halte ich ein solches Projekt für sehr gewagt. Nach dem Stiftsplatz Hotel-Desaster würde es vielleicht in der Kaiserslauterer Innenstadt einen „Point-Zero“ geben. Der Parkplatz auf dem ehemaligen Pfalztheatergelände ist allein schon ein unglücklicher, wenn nicht sogar hässlicher Fleck in unserem Zentrum. Da brauchen wir nicht noch eine Baugrube, die vielleicht jahrelang das Herz unserer Stadt verunstaltet. Es wäre sinnvoller, einen Investor zu finden, der das Karstadt Warenhaus in moderatem Umfang modernisiert. Das würde etwas längere Zeit in Anspruch nehmen, wäre aber aus wirtschaftlicher Sicht die bessere Entscheidung.

Willi Schmitt




Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Meinung ist nicht Mall. Das Wort ist mir zwar nicht so ganz geläufig, aber ich stelle mir darunter ein Einkaufszentrum vor mit vielen, vielen Geschäften (shops sagt man ja heute) in denen man unendlich viel einkaufen kann: Bücher, CD`s, Schuhe, Handys, Kosmetikas und vor allem Klamotten,Klamotten,Klamotten usw. Und alle ca. 3 Monate macht einer dieser Läden zu, damit wieder ein neuer eröffnen kann, damit es auch ja nicht zu langweilig wird.
Ich wünsche mir für Kaiserslautern ein solides Kaufhaus (wie z.B. Kaufhof oder auch wieder Karstadt) mit einem breit gefächerten Warenangebot von der Stecknadel bis zum Daunenbett.
Apropos Stecknadel: Wo kauft denn heute eine nähende Kaiserslautern in der Stadt, nicht am Stadtrand, ihren Stoff und Kurzwaren? Müssen jetzt alle Hosen und Röcke mit defektem Reißverschluss entsorgt werden?

Nichts für ungut und freundliche Grüße

Ulrike Keßler




Inwieweit eine Mall als solche überhaupt noch abgewendet werden könnte, sei dahin gestellt, da ECE das Karstadtgebäude ja bereits gekauft hat und man dem Eigentümer einer Immobilie nur schwer, wenn überhaupt, Vorschriften zu deren Nutzung machen kann. Da ECE von fähigen Geschäftsleuten geführt wird, haben die mit Sicherheit vorher die Situation und Möglichkeiten in Kaiserslautern eruiert und Gespräche geführt. Somit dürfte es bereits beschlossene Sache sein, dass eine Mall in das Karstadt-Gebäude kommt. Einzig und allein in Bezug auf das „Filetstück“ alter Theaterplatz könnte die Stadt, so sie denn wollte, noch etwas Einfluss nehmen. Dennoch wird ohne Not das Vorkaufsrecht für die Firma Q-Park (Unterbauung, Nutzung), die offen mit ECE kooperiert, hinsichtlich dieses Platzes auf zwei Jahre verlängert, ohne Gegenleistung. Der mündige Bürger fragt sich, warum?
Selbst den Befürwortern einer Mall ist klar, dass diese eine Verlagerung der Stadtmitte mit sich bringt. Dies wird gerne in Kauf genommen, wird doch den Besitzern der Häuser, diesen Immobilienhaien mit Ihren überhöhten Mieten, endlich mal ein Denkzettel verpasst. Man vergisst dabei, dass diese hohen Mieten durch die Angebote der verschiedenen Filialketten erst entstanden sind. Warum sollte ein inhabergeführtes Einzelhandelsgeschäft mit eigener Immobilie den Betrieb aufrecht erhalten, wenn durch Vermietung ohne eigene Arbeit mehr Geld in die Kassen kommt?
Der alte Theaterplatz ist eine der letzten Möglichkeiten, nahe der Stadtmitte zu parken, ohne ein muffiges, teures und vor allem zeitintensives Parkhaus anzusteuern. Dieser Platz gehört etwas schöner gestaltet, sollte aber weiterhin als Parkraum nutzbar sein. Als einer der letzten freien, nicht bebauten Citylage sollte er unbedingt erhalten werden.
Eine Einkaufsstadt muss auch für das Auge und die anderen Sinne attraktiv sein und nicht nur Betonwüste!
Eine Nutzung des Karstadtgebäudes als Mall - einklares Ja, sollte es keine machbaren Alternativen geben. Aber bitte, lasst in Lautern noch die ein oder andere freie Fläche, in der die Luft zirkulieren kann. Keine weiteren Flächen sollten freigegeben werden, sonst ist in kurzer Zeit auch das letzte inhabergeführte Einzelhandelsgeschäft verschwunden.
Leider befürchte ich, das alles eh schon beschlossene Sache ist und der ganze Aufwand mit Gutachten und Leserbriefen etc. nur der alibigebenden Makulatur dient.

Karl-Ludwig Ottmann




Warum denn eigentlich nicht. Konkurrenz belebt doch das Geschäft. Die Lauterer Geschäftswelt braucht sich doch vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Wenn die Mall so angelegt wird, dass sie ein Hingucker wird, hat doch die Stadt viel gewonnen. (Aber bitte nicht den Stiftsplatz wiederholen.)

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Assel




Mall-Zeit

Sehr geehrte Redakteure vom Wochenblatt,
Endlich kommt Bewegung im trostlosen Citykernbereich von Kaiserslautern. Zur Zeit gibt es nur parkende Autos und ein geschlossenes Kaufhaus! Meine Frau und ich können den Einzelhandel nicht verstehen, ist man so naiv zu glauben, die kleinen Geschäfte in der Fußgängerzone würden ein großer Anziehungspunkt sein?
Das ehemalige Karstadt-Gebäude und neues Einkaufszentrum würde für Kaiserslautern ein neuer Lebensimpuls sein. Auch für den Einzelhandel! Denn solch ein Anziehungspunkt lockt auch die Bürger aus dem Umfeld von 80 Kilometer an. Wenn es so bleibt, wenden sich die Bürger auch aus dem Umland anderen Geschäften zu. Einkaufsbummel in Worms oder Mannheim können die Wünsche dieser Menschen erfüllen. Warum Kaiserslautern nicht?
Packen wir es an und warten nicht. Belebung und neues Leben für Kaiserslautern ist geboten!
Dieses sind unsere Gedanken.

Mit freundlichen Grüßen
Marianne und Ernst-August Tolle




Mein Vorschlag wäre eine Markthalle auf dem alten Theaterplatz. Dort könnte ein täglicher Markt abgehalten werden.
Vorbilder gibt es in Städten wie Göteborg, Hannover aber auch fast alle Städte im Mittelmeerraum, haben solche Markthallen.
Ein täglicher Treffpunkt mitten in der City! Zum Schutz der Einzelhändler in der Stadtmitte, sollte die Mall nicht größer werden, als die Verkaufsfläche im ehemaligen Karstadt Gebäude.
Von der Markthalle bis zum Karstadt-Gebäude /Mall/ könnte eine verglaste Überdachung entstehen, unter der Verkaufsstände, etc. angesiedelt werden könnten, die sowohl von der Mall als auch von der Markthalle bestückt werden könnten. Die Markthalle würde meines Erachtens mehr Menschen in die City bringen, wovon alle profitieren. Der Stiftsplatz sollte Markfrei sein, da ich mir nicht vorstellen kann, wie man in dem nun bald fertig gestellten Hotel schlafen kann, wenn die Marktbeschicker morgens um 05:00 Uhr anrücken, um ihre Stände aufzubauen.
Auf dem Stiftsplatz könnte man Kulturmärkte oder andere Veranstaltungen abhalten und dort im Winter die Eisbahn aufbauen, was auch eine harmonische Anbindung an den Weihnachtsmarkt ergeben würde.
Danke für die Möglichkeit zur Meinungsäußerung.

Herzliche Grüße
Harald Schmitt, Hochspeyer




Thema: Mall-Zeit

1. Ich finde dieses Wort „Mall“ nicht gut. Ältere Menschen wissen da nichts mit anzufangen. Das geht doch auch in Deutsch, oder? Ist unsere Sprache nicht gut genug?
2. Ich bin auf jeden Fall für dieses Einkaufszentrum. Meiner Meinung nach wird es die Stadt beleben und aufwerten. Da ginge ich garantiert öfter in die Stadt einkaufen.
Ich fahre zwei bis drei Mal im Jahr nach Neunkirchen ins Saarpark-Center. Das brauche ich dann nicht mehr. Die Stadt soll mal Nägel mit Köpfen machen! Überall nur Flickwerk, nichts Halbes und nichts Ganzes. Großstadt sein wollen, aber nichts dafür tun. Wir haben noch nicht mal eine große Halle u.s.w.

Ursula Bonfico